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	<title>Die Gruppe MD &#187; A-Ideen &amp; Möglichkeiten</title>
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	<description>Linke politische Textsammlung</description>
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		<title>Welche Alternative gibt es zum Militär?</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 11:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A-Ideen & Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anarchismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sich verteidigende Gesellschaft kann zum Vorbild meuternder Soldaten werden, und so zur Verbreitung der Revolution beitragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-173"></span><br />
<strong>Einführungstext zur “Sozialen Verteidigung”</strong></p>
<h3>ELEMENTE DER SOZIALEN VERTEIDIGUNG:</h3>
<p><strong>1. KONFLIKTURSACHEN LÖSEN</strong></p>
<p>Wesentlich ist, daß Konflikte bereits im Ansatz wahrgenommen und gelöst werden. Indem bei Konfliktursachen (wie Wassermangel, Armut &#8230;) angesetzt wird, können große soziale Konflikte vermieden werden. Damit verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit eines militärischen Angriffs.</p>
<p>Im Falle eines Angriffs:</p>
<p><strong>2. NICHTZUSAMMENARBEIT / AUFRECHTERHALTUNG DER SOZIALEN ORDNUNG</strong></p>
<p>Das angreifende Militär wird versuchen, eigene ‘Behörden’ und Gesetze zu schaffen, um seine Herrschaft zu festigen. Um das zu verhindern, wird jede Zusammenarbeit mit diesen Behörden, jedes Befolgen der befohlenen ‘Gesetze’ abgelehnt.</p>
<p>Relevant sind einzig und allein Entscheidungen, die basisdemokratisch getroffen werden. Wenn es gelingt, die Elemente der anarchistischen Gesellschaft (wie Selbstorganisation, freiheitliche Wirtschaft etc.) auch unter Druck aufrecht zu erhalten, so wird jede Militärmacht scheitern. Es ist es deshalb wichtig, zu verhindern, daß sie das politische und gesellschaftliche Leben kontrolliert.</p>
<p>Dazu kommt: zum Aufbau einer Verwaltung ist der Angreifer gezwungen, Fachkräfte aus dem eigenen Land zu holen, zusätzlich zu den eingesetzten Truppen. Dies wird seine Kosten enorm in die Höhe treiben.</p>
<p><strong>3. AKTIVER WIDERSTAND</strong></p>
<p>Je vielfältiger der Widerstand ist, desto effektiver ist er. Hier nur einige mögliche Aktionsformen: Mißverstehen oder unkorrektes Ausführen von Befehlen, Desinformation, Verschwindenlassen von Akten und wichtigen Geräten, Untertauchen von Personen, Gehorsamsverweigerung, Langsamarbeit, Sabotage, Boykott, Generalstreik&#8230; Ziel ist es, die Militärmacht zu behindern, oder ganz abzuschaffen; keinesfalls aber einzelne Menschen in diesem System anzugreifen.</p>
<p><strong>4. PSYCHISCHER DRUCK</strong></p>
<p>Fast alle Soldaten sind davon überzeugt, für die ‘Freiheit’ und gegen ‘das Böse’ zu kämpfen. Es ist also wichtig, sie bei jeder Gelegenheit vom Gegenteil zu überzeugen.</p>
<p>Während des ‘Prager Frühlings’ 1968 waren die Panzer der Warschauer-Pakt-Truppen ständig von Menschenmengen umringt, die zu den Soldaten sprachen, mit ihnen diskutierten..</p>
<p>Durch Gespräche, Schriften, Flugblätter etc. wird ein dauerhafter massiver psychischer Druck auf die Soldaten ausgeübt. Da Gewalt also nur von der angreifenden Militärmacht ausgeht, verliert sie jede Legitimation auch gegenüber den eigenen Soldaten. Je mehr Gewalt ausgeübt wird, desto schwieriger wird die Möglichkeit das eigene Verhalten zu begründen. Der Widerstand richtet sich gegen das System des Angreifers, nicht gegen einzelne Soldaten! Wenn die Soldaten nicht persönlich bedroht werden, so ist es sehr viel schneller wahrscheinlich, daß Soldaten einzelne Befehle verweigern, oder gar desertieren. Dazu gehört auch Hilfe für Deserteure durch die Bevölkerung. Indem Widerstand auf allen Ebenen geübt wird, ist der Angreifer gezwungen, die Soldaten in den &#8220;Dschungel des Widerstands&#8221; zu schicken, in dem diese der direkten Beeinflussung durch die Bevölkerung ausgesetzt sind.</p>
<p><strong>5. MACHTQUELLEN ENTZIEHEN</strong></p>
<p>Dazu zählt die Suche nach Unterstützung in der Weltöffentlichkeit. Nicht nur international, auch in der eigenen Bevölkerung sollte die Regierung des angreifenden Staates zunehmend isoliert werden. Wichtig ist es, hierzu mit der dortigen Opposition zusammenzuarbeiten.</p>
<p>Wenn all dies zusammenkommt, das Ziel des Angriffs verfehlt wird, die Regierung im eigenen Land unter Druck gerät, Soldaten desertieren, und die Militärkosten jede Planung überschreiten, so ist der Erfolg der Sozialen Verteidigung wahrscheinlich.</p>
<p><em>Mehr Infos auch unter: &#8211;&gt; <a href="http://www.soziale-verteidigung.de" target="_blank">http://www.soziale-verteidigung.de</a></em></p>
<p><strong>Beispiel:</strong></p>
<p>Wenn ein Staat Land besetzen läßt, um zum Beispiel eine Ölpipeline zu bauen, so werden die VerteidigerInnen alles daran setzen, ebendies zu blockieren. Der An- und Abtransport der Baumaterialien, Fahrzeuge, die Ölquelle selbst etc.. alles kann zum Ziel von Sabotage werden. Zum Bauen, zur Sicherung des Baus, und der fertigen Pipeline wäre ein ungeheurer Personalaufwand nötig, der durch Streiks, Blockaden etc.. noch vergrößert wird.</p>
<p>Ein Ziel ist es also, die finanziellen und politischen Kosten für den Angreifer so in die Höhe zu treiben, daß der Angriff sich nicht lohnt. (Ein Beispiel hierfür sind Castortransporte. Allein um einen einzigen Zug mit Atommüll zu transportieren, werden regelmäßig mehr als 15000 PolizistInnen eingesetzt! Unvorstellbar diese Relationen bei einem ganzen Land und für längere Zeit.)</p>
<p>Indem die BewohnerInnen des besetzten Landes jegliche Zusammenarbeit verweigern, ist der Angreifer gezwungen, Personal selbst ‚mitzubringen’. Je mehr Menschen der Angreifer ‚mitbringt’, desto mehr Menschen führt er damit auch vor Augen, wie ein besseres Sozialsystem funktioniert.</p>
<p>Die sich verteidigende Gesellschaft kann zum Vorbild meuternder Soldaten werden, und so zur Verbreitung der Revolution beitragen.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.anarchismus.net/FAQ/pSozVert/psozvert.html " target="_blank">http://www.anarchismus.net/FAQ/pSozVert/psozvert.html </a></em></p>
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		<title>Wie kann eine anarchistische Wirtschaft aussehen?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 18:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A-Ideen & Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anarchismus]]></category>
		<category><![CDATA[Anarchokapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Syndikalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[AnarchistInnen lehnen sowohl den gegenwärtigen Kapitalismus, als auch den Staatskommunismus ab, da in diesen Systemen stets Menschen unterdrückt werden. Zu allen Zeiten wurden deshalb Alternativen entwickelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-170"></span>AnarchistInnen lehnen sowohl den gegenwärtigen Kapitalismus, als auch den Staatskommunismus ab, da in diesen Systemen stets Menschen unterdrückt werden. Zu allen Zeiten wurden deshalb Alternativen entwickelt. Grundsatz aller anarchistischen Wirtschaftsformen sind: SELBSTBESTIMMUNG und HERRSCHAFTSFREIHEIT.</p>
<p><strong>Was gibt es also konkret für Alternativen?</strong></p>
<p>Der <strong>FREIHEITLICHE SOZIALISMUS</strong> strebt eine Wirtschaft an, in der Waren ohne Geld produziert und verteilt werden. Kollektive sollen die Verteilung der Arbeit gemeinschaftlich regeln. „Jeder nach seinen Fähigkeiten &#8211; jedem nach seinen Bedürfnissen.“ ist einer seiner Grundsätze.</p>
<p>Eine ganz praktische Umsetzung ist der <strong>ANARCHOSYNDIKALISMUS</strong>. ArbeiterInnen organisieren sich in „Syndikaten“ (Basisgewerkschaften), die die Betriebe übernehmen sollen, um Arbeit gemeinschaftlich und selbstorganisiert zu verrichten. [mehr zum Syndikalismus: --&gt; <a href="http://www.fau.org" target="_blank">http://www.fau.org</a> ]</p>
<p>Verschiedenste Richtungen des libertären Sozialismus gab und gibt es, die auf verschiedene Weise die Ideale praktisch umsetzen: Kommunebewegung, Einkaufsgemeinschaften&#8230; [siehe auch: --&gt; <a href="http://www.contraste.org/" target="_blank">http://www.contraste.org</a> ] [zu einzelnen Projekten später mehr im Projektebereich von anarchismus.net]</p>
<p>Die <strong>FREIWIRTSCHAFT</strong> strebt eine nichtkapitalistische Marktwirtschaft an. In ihr wird Boden gemeinschaftlich verwaltet. Ein umlaufgesichertes Geld verhindert Wirtschaftskrisen und Gewinne aus Kapitaleigentum. [mehr zur Freiwirtschaft: --&gt; <a href="http://www.geldreform.net" target="_blank">http://www.geldreform.net</a> ]</p>
<p>Daneben gab und gibt es verschiedene kleinere Bewegungen, wie den sogenannten Primitivismus. Er strebt eine ‚Rückkehr zur Natur’ in eine bäuerliche Selbstversorgung an.</p>
<p>Der <strong>ANARCHOKAPITALISMUS</strong> soll hierbei nicht verschwiegen werden, obwohl er bei vielen AnarchistInnenn auf Widerspruch stößt. VertreterInnen dieser Richtung meinen, daß die negativen Seiten des Kapitalismus vor allem vom Staat verursacht werden &#8211; deshalb mit seiner Abschaffung auch diese verschwinden würden. [--&gt; <a href="http://www.eifrei.de" target="_blank">http://www.eifrei.de</a> ]</p>
<p>Eine anarchistische Wirtschaft wird aus einem Nebeneinander verschiedenster Wirtschaftsformen bestehen.</p>
<p><strong>JedeR kann die Wirtschaftsform, in der er/sie leben will, frei wählen.</strong></p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.anarchismus.net/FAQ/anaWirtschaft/anawirtschaft.html " target="_blank">http://www.anarchismus.net/FAQ/anaWirtschaft/anawirtschaft.html </a></em></p>
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		<title>Die 5 Stunden Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 17:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[A-Ideen & Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anarchismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gesellschaft ist nicht mehr in der Lage, allen Menschen Arbeit zu geben! Die durch die Arbeitslosigkeit drohende Verarmung wird voll und ganz auf die Erwerbslosen abgeschoben. Manager und Funktionäre aus Wirtschaft und Politik überziehen die Arbeitslosen mit einer beispiellosen Verleumdungskampagne. Die Arbeitslosen allein treffe die Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit. Sie seien faul und sollen sich endlich Arbeit suchen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-167"></span><strong>Gründe für eine radikale Arbeitszeitverkürzung</strong></p>
<p>Die Gesellschaft ist nicht mehr in der Lage, allen Menschen Arbeit zu geben! Die durch die Arbeitslosigkeit drohende Verarmung wird voll und ganz auf die Erwerbslosen abgeschoben. Manager und Funktionäre aus Wirtschaft und Politik überziehen die Arbeitslosen mit einer beispiellosen Verleumdungskampagne. Die Arbeitslosen allein treffe die Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit. Sie seien faul und sollen sich endlich Arbeit suchen! Mit Kürzungen der Arbeitslosen- und Sozialleistungen sollen sie wieder zur Arbeit getrieben werden. In Wahrheit verschleiern die Manager und Funktionäre hiermit nur ihre tatsächliche Rolle! Die wahre Ursache der sich anbahnenden wirtschaftlichen Katastrophe ist: Die <strong>Überproduktion!</strong></p>
<p>Trotz de facto 10% Arbeitslosigkeit + 5% Dunkelziffer in Mitteleuropa ist es das größte Problem der Wirtschaft mit den Bergen an Überproduktion fertig zu werden! Jeder weiß von den Butter-, Käse-, Fleisch- und Obstbergen oder den Weinseen, die jährlich vernichtet werden. Die Bauern erhalten inzwischen sogar so etwas wie einen Grundlohn für die Nichtbestellung ihrer Felder, wobei die Stillegung der Agrarflächen mit einem riesigen Aufwand über Satellit überwacht wird. Wir sagen: <strong>Schluß mit diesen Unsinn!</strong></p>
<p>Wir fordern das Ende der Vernichtung der Überproduktion und die kostenlose Freigabe derselben an die Bevölkerung, denn die Produktion dieser Waren wurde überwiegend über unsere Steuergelder bezahlt! Sie gehören uns allen! Zukünftig soll die Produktion auf die Bedürfnisse der Menschen hin erfolgen. Unter Einbeziehung des 15%-igen Arbeitslosenpotentials sollen alle Menschen, die arbeitsfähig und arbeitswillig sind, wieder mitarbeiten dürfen. Von der entstehenden Überproduktion sollen sich alle kostenfrei bedienen. Sollte sich aus der zu erwartenden Überproduktion ergeben, daß Geld als Tauschmittel unnötig und überflüssig wird, so fordern wir auch dessen Abschaffung!</p>
<p>Wohlstand und Bildung könnten zum Menschenrecht erklärt werden und die Menschen könnten bei einer am Bedarf orientierten Produktion darüber nachdenken, wieviel der einstigen Lohnarbeit tatsächlich sinnvoll war und wie die Arbeitszeit radikal verkürzt werden kann!</p>
<p>Wie können wir den güterwirtschaftlichen Gegenwert der Lohnarbeit exemplarisch am Beispiel der BRD bestimmen? Ausgehend von den Zahlen im Statistischen Jahrbuch 1988 berechnen wir die Menge der notwendigen Arbeit, die wir für den heutigen Luxus und Lebensstandard aufbringen müssen. Zur notwendigen Arbeit zählen wir die Sozialleistungen, Produktion- und Verteilungsarbeiten.</p>
<p>Zum Sozialwesen gehören u.a. die Bereiche:</p>
<ul>
<li> Gesundheits- und Veterinärwesen,</li>
<li>Reinigung usw.</li>
</ul>
<p>Zur Produktion gehören:</p>
<ul>
<li> Land- und Forstwirtschaft,</li>
<li>Tierhaltung und Fischerei;</li>
<li>Energie- und Wasserversorgung sowie Bergbau (Arbeiter);</li>
<li>Verarbeitendes Gewerbe (Arbeiter);</li>
<li>Baugewerbe;</li>
<li>Angestellte aus Energie- und Wasserversorgung sowie dem Verarbeitenden Gewerbe. Das sind Meister, Techniker, Ingenieure sowie die Angestellten, die zur Arbeitsorganisation notwendig sind.</li>
</ul>
<p>Zur Verteilung gehören:</p>
<ul>
<li> Verkehr und Nachrichtenübermittlung</li>
</ul>
<p><strong>Mit den Erwerbstätigenzahlen aus dem Statistischen Jahrbuch zu den aufgezählten Wirtschaftsbereichen kommen wir auf etwa 18 Stunden pro Woche.</strong></p>
<p>Diese 18 Stunden klingen zwar schon recht gut, aber mehr als ein Anfang sind sie nicht, denn auch die Lebensdauer unserer Gebrauchsgüter ließe sich mit Leichtigkeit um ein Vielfaches erhöhen. Es liegt nahe, daß dies gerade die Menschen einer Herrschaftsfreien Gesellschaft tun werden, weil sie ihre Güter für ihren eigenen Bedarf herstellen. Denn kein Mensch besitzt ein Interesse, für den Schrottplatz zu produzieren. &#8212; In der heutigen Konsumgesellschaft hingegen werden zur Aufrechterhaltung des Waren-Geld-Kreislaufes selbst die Gebrauchsgüter auf die Ebene der Verbrauchsgüter abgestuft. Ihre Lebensdauer wird erheblich verringert, indem entweder bewußt Sollbruchstellen eingebaut oder Fertigungstechniken nicht verwandt werden, die ihre Lebensdauer erheblich verlängern würden.</p>
<p>Beispiele sind folgende:</p>
<ol>
<li> Glühbirnen. Ihre Lebensdauer kann auf ein Menschenalter ausgedehnt werden.</li>
<li>Glas. Es wird schlagfest durch langsames Abkühlen.</li>
<li>Autos. Eine Fahrzeugkarosserie aus rostfreiem Blech hält mindestens 200 Jahre!</li>
</ol>
<p>Aus der Langlebigkeit der Gebrauchsgüter folgt, weniger Güter müssen hergestellt werden! Das bedeutet:</p>
<p>==&gt; Weniger Fabriken ==&gt; Weniger Rohstoffverbrauch ==&gt; Weniger Arbeit</p>
<p>Weiter könnte durch die gezielte Verwendung von Mischtechniken z.B. die Lebensdauer von Explosionsmotoren auf etwa 150 Jahre ausgedehnt werden. Verwenden wir nun Wasserstoff als Energieträger, so können wir auch die umweltfreundlichen Wasserstoffmotoren in unseren Autos oder in unseren Kraftwerken zur Gewinnung der Elektrischen Energie einsetzten. Wasserstoff kann in den Wüsten der Erde in Wind-, Aufwind- und Sonnenkraftwerken gewonnen werden. Wasserstoff als Energieträger steht uns also in unbegrenzten Mengen zur Verfügung, womit wir auch das heutige Energieproblem gelöst haben.</p>
<p><strong>Das heißt, daß wir nicht nur weniger arbeiten, sondern auch auf dem besten Wege sind, unsere Umweltprobleme zu lösen! Und zwar mit einer etwa 12 Stunden umfassenden Arbeitswoche bei erheblich besseren Arbeitsbedingungen für jeden von uns, wenn wir die Produktion auf die Langlebigkeit unserer Gebrauchsgüter ausrichten.</strong></p>
<p>Nun zum nächsten Berechnungsschritt. Gehen wir davon aus, daß sich die Mitglieder einer Herrschaftsfreien Gesellschaft von den von ihnen gemeinsam hergestellten Gütern nach ihren materiellen Bedürfnissen befriedigen &#8211; und davon, daß die durchschnittliche Arbeitsmenge um 3/4 sinken wird, dann entfällt praktisch die Rush-Hour. Denn jeder wird da arbeiten, wo er wohnt und nicht mehr längere Fahrwege für eine besser bezahlte Arbeit in Kauf nehmen. Das heißt, die langen Fahrwege zur Arbeit werden entfallen.&#8212;</p>
<p>Aber nicht nur die langen Arbeitswege, sondern auch die heutige Urlaubsindustrie wird entfallen. Denn wenn die Arbeitsmenge auf 1/4 des heutigen Wertes sinkt, werden die Menschen in Ruhe das Land bereisen und dort verweilen und mitarbeiten, wo es ihnen gefällt! Das heißt, wenn sie das wollen.</p>
<p>Insgesamt bedeutet der Wegfall der Rush-Hour und der Urlaubsindustrie:</p>
<p>==&gt; Weniger Transportmittel, ==&gt; weniger Fabriken, ==&gt; weniger Straßen und somit ==&gt; weniger Arbeit,</p>
<p><strong>wobei unter diesen Gesellschaftsbedingungen nach unseren Berechnungen nur noch 10 Stunden pro Woche gearbeitet wird!</strong></p>
<p>Auf die ungeheueren Rohstoffeinsparungen, den Umweltschutz und die Steigerung der Lebensqualität brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht in besonderem Maße hinweisen!</p>
<p>Die Folgen unserer bisherigen Überlegungen für die Energiewirtschaft liegen klar auf der Hand. Langlebige Güter, Einsparungen bei den Transportmitteln, weniger Straßen, weniger Fabriken sowie Energieeinsparungen in den Haushalten und bei anderen Kleinverbrauchern bedeuten weniger Energieverbrauch und somit weniger Arbeit in der Energiewirtschaft!</p>
<p><strong>Insgesamt bedeutet dies mit den Zahlen aus dem Statistischen Jahrbuch, daß ca. 9 Stunden pro Woche gearbeitet wird!</strong></p>
<p>Berücksichtigen wir nun, daß in der alten BRD von 61,5 Mio. Menschen nur 30 Mio. zum Erwerbstätigenpotential gehören. Die meisten Nichterwerbstätigen (Behinderte und Rentner) würden liebend gern wieder 10 Stunden pro Woche arbeiten, um ihrem Leben wieder einen Inhalt und ein Ziel zu geben. Mit ihnen werden 41,8 Mio. Menschen erwerbstätig sein. Das sind 2/3 der Bevölkerung der alten BRD, <strong>wobei nun jeder der 41,8 Mio. Erwerbstätigen nur noch 7 Stunden pro Woche arbeiten darf!</strong></p>
<p>Beziehen wir nun die Möglichkeit der Vollautomatisierung, das heißt vollautomatische Fließbandstraßen, Schiffe und Fahrzeuge mit einem über Satellit gesteuerten Verkehrsleitsystem etc., mit ein, <strong>so stehen jedem von uns nur noch etwa 5 Stunden Arbeit pro Woche zu.</strong></p>
<p>Eine derartig niedrige Wochenarbeitszeit wird eine tiefgreifende Gesellschaftsumwälzung hervorrufen, in der unser Verhältnis zur Arbeit und zum Menschen einer grundlegenden Veränderung unterworfen ist. Spätestens mit 5 Stunden Arbeit pro Woche verliert die Arbeit ihre Zwanghaftigkeit. Unsere angeborene Ruhe- und Rastlosigkeit wird uns antreiben, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die Spaß machen. An diesem Punkt angelangt, ist zu erwarten, daß die Arbeit in einer Herrschaftsfreien Gesellschaft allein aus dem Bedürfnis des Menschen nach einer sinnvollen Tätigkeit erledigt und sie deshalb nicht mehr als Arbeit empfunden wird. Hiermit haben wir die Null-Stunden-Woche erreicht. Quelle: Dante, Darwin: 5-Stunden sind genug, Sammelband aus 1&amp;3, Manneck Mainhatten Verlag, ISBN 3-9803508-1-9.</p>
<p><strong>Warum arbeiten wir 40 anstatt 5 Stunden pro Woche?</strong></p>
<p>Der Preis jeder Ware wird durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt und menschliche Arbeit ist heute nichts weiter als eine Ware. Arbeitskräfte sind weltweit im Überfluß vorhanden, weshalb überall ein Preisverfall für Arbeit zu beobachten ist. Lebensmittel und industrielle Güter werden hingegen durch die Vernichtung der Überproduktion oder durch Massenarbeitslosigkeit (Verhinderung der Mitarbeit in der Produktion) künstlich verknappt. Hiermit werden die Preise für Lebensmittel und industrielle Güter hoch gehalten. So kommt es, das wir bei sinkenden Löhnen zur Bestreitung unserer steigenden Lebeshaltungskosten immer länger arbeiten. Deshalb werden bei steigender Arbeitslosigkeit immer weniger immer mehr arbeiten müssen. D.h., hier wird unser Fleiß zu unserem Schaden, denn je länger wir arbeiten des to weniger erhalten wir hierfür.</p>
<p><strong>Wer hat ein Interesse an langen Arbeitszeiten?</strong></p>
<p>Für die Unternehmen ist die human resource (menschliche Arbeitskraft) lediglich eine Ware, die als Produktionsfaktor wie ein beliebiger Rohstoff behandelt wird. Diesen Rohstoff gilt es durch ein Überangebot möglichst billig zu halten. Hiermit sind lange Arbeitszeiten lediglich eine Folge der billig gehaltenen Lohnarbeit, wobei beide Faktoren das Überangebot an Arbeitskräften und damit die Arbeitslosigkeit weiter verschärfen. Daß die Politik sich jetzt zur Überwindung der Arbeitslosigkeit an die Unternehmen wendet, ist in dieser Hinsicht nur noch blanker Zynismus!</p>
<p>Maßnahmen wie die Agenda 2010 in der BRD sind aus dieser Sicht nur noch ein scheinheiliger Verrat der Politiker an der arbeitenden Bevölkerung. Ihr Ziel ist es, per Gesetz das Einkommen der Arbeitnehmer im Sinne der Unternehmen auf 65% des jetzigen Wertes zu drücken. Zukünftig soll jeder nach 6 Monaten Arbeitslosigkeit einen Job auf dem Niveau von 65% seines letzten Monatsgehaltes annehmen, sonst sollen seine Bezüge gestrichen werden. In diesem Zusammenhang sollen die Kürzungen der Arbeitslosen- und Sozialleistungen einen gnadenlosen Kampf um die verbliebenen Arbeitsplätze durch Lohndumping entfesseln. Bezweckt wird ein beispielloser Preisverfall für menschliche Arbeitskraft. Denn durch die Kürzungen sind die Menschen zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes gezwungen, um die wenigen verbliebenen Arbeitsplätze mit Dumping-Löhnen zu konkurrieren. Und im Juli 2004 standen den 4.359.000 Erwerbslosen in der BRD gerade mal 296.600 offene Stellen gegenüber.</p>
<p><strong>Was können wir tun, um uns zu wehren?</strong></p>
<p>Einzeln haben wir keine Möglichkeit, uns hiergegen zu wehren. Sich an die offiziellen Parteien zu wenden, deren ranghöchsten Mitglieder immer in die Aufsichtsräte oder Vorstände der multinationalen Unternehmen mit eingebunden werden, macht wenig Sinn, denn diese Parteien haben uns bereits verkauft. Nicht ohne Grund verschanzen sich die Funktionäre aus Politik und Wirtschaft hinter ihren finanzpolitischen Argumenten, die nur auf eines Zielen, daß wir für immer weniger Geld immer länger arbeiten müssen. Das Erste, was wir lernen sollten, ist, daß wir nicht mehr länger auf die finanzpolitischen Argumentationen aus der Geld- und Finanzwirtschaft hinein fallen dürfen. Hiermit sollen wir zum Narren gehalten werden. Über die Mechanismen der Warenwirtschaft wird versucht, unser Denken auf die Regeln der Geld- und Finanzwirtschaft einzuengen. Wir sollen so manipuliert werden, daß es uns unmöglich wird, dieses Regelsystem in unserem Denken zu verlassen. Wir sollen uns Lösungen außerhalb Geld- und Finanzwirtschaft nicht mehr vorstellen können. Doch die Berechnung zur 5-Stunden-Woche zeigt, daß es eine Lösung außerhalb der heutigen Wirtschaftsdogmen des Kapitalismus gibt. Sie zeigt, was heute schon unter güterwirtschaftlichen Gesichtspunkten machbar ist und daß das Recht auf Wohlstand keine Utopie mehr sein muß. Vor allem aber zeigt sie, daß es uns ohne Bonzen- und Funktionärsschicht erheblich besser gehen wird. Und nichts fürchtet diese Schicht mehr, als genau diese Erkenntnis in der Bevölkerung, weshalb sie andere Denkweisen, die außerhalb ihrer Wirtschaftsdogmen liegen, auch mit aller Kraft zu unterdrücken versucht.</p>
<p>Deshalb rufen wir Euch auf, uns mit Leserbriefen und Artikeln in der öffentlichen Presse oder durch die Organisation von Vorträgen, Buchlesungen und Podiumsdiskussionen an Euren Wohnorten, Universitäten oder in Euren Schulen zu unterstützen. Oder kopiert einfach nur dieses Flugblatt und verteilt es in Euren Freundes- und Bekanntenkreis. Des weiteren schlagen wir vor, Euch außerhalb der regulären Parteien in basisdemokratische Bildungsvereine zu organisieren und diese nach unserem Muster zu gründen. Wir stehen Euch in all diesen Punkten zur Unterstützung bereit.</p>
<p>Mit unserem Bildungsverein richten wir uns an die Jugend, vor allen die jungen Menschen, die von der Schulbank oder von der Lehrstelle in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Diese Generation ist bereits ökonomisch entwurzelt, ehe sie ins Leben tritt. Außerdem wenden wir uns an die Arbeitslosen (ca. 15% der Bevölkerung) und die Erwerbstätigen, die trotz harter Arbeit von ihrem Geld kaum noch ihre Familien ernähren und in diesem Gesellschaftssystem kaum noch eine Perspektive für sich erkennen können (ca.10% der Bevölkerung). Diese wollen wir ansprechen, indem wir ihnen die Ursachen für ihre Bedrängnis erklären, so daß sie sich machtvoll hiergegen organisieren können.</p>
<p><em><strong>Ihr erreicht uns unter:</strong></em><br />
<a href="http://www.5-Stunden-Woche.de" target="_blank">http://www.5-Stunden-Woche.de</a><br />
<em>Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. </em></p>
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