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Die unterschiedlichen Strömungen der Anarchie

Philosophische Anarchie

Sie ist der Ursprung der anarchistischen Idee. Als Idee ist diese Strömung wunderbar, jedoch nicht wirklich realisierbar, nicht wirklich erstrebenswert. Diese Idee wird von Leuten vertreten, die außerhalb der Anarchie stehen, jedoch auch innerhalb der Bewegung. Für eine Akzeptanz dieser Strömung spricht der Umstand, daß es sich innerhalb der anarchistischen Bewegung um eine Minderheitenbewegung handelt, dagegen, daß diese Richtung Widerwillen für das Verständnis des reinen Anarchismuns schafft.

Individualismus, Egoismus, libertäres Denken:

INDIVIDUALISMUS

Nach ihrer Grundlage ist die Gesellschaft eine Ansammlung unabhängiger Individuen, die keinerlei Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft als Ganzes haben, sondern nur gegenüber anderen Individuen. Voraussetzung hierfür ist, daß alle Individuen frei und gleich sind. Dies ist nur aus eigenen Anstrengungen möglich, nicht durch außerhalb stehende Institutionen.

Ein bedeutender Vertreter dieser Lehre war Godwin. Seiner Meinung nach sollten unabhängige Individuen alle Formen von ständigen Zusammenschlüssen vermeiden, weil die Gesellschaft ohne Regierung und mit einem geringstmöglichen Grad an Organisierung auskommen soll. Diese Richtung wird vorwiegend von Künstlern, Intellektuellen und Individualisten vertreten und ist bis heute ein elementarer Teil der Anarchie.

Problembehaftet ist hierbei, daß die Individualisten nur die Autorität zerstören wollen. Dies ist zu oberflächlich gedacht, die wirklichen Probleme der Gesellschaft bleiben unbeachtet, der Einzelne kann sich retten.

EGOISMUS

Hauptvertreter dieser Richtung war Max Stirner. Er lehnte Moral, Gerechtigkeit, Schuld ab. Seiner Meinung nach muß die wesensbedingte Einmaligkeit eines Wesens direkt anerkannt werden. Er lehnte daher Staat und Gesellschaft ab. Diese Haltung ist dem Nihilismus sehr nahe.

Er forderte die Freiheit für Künstler, und andere Menschen ohne Kompromißbereitschaft nach dem MOTTO: „Anarchie – jetzt oder nie!!“ Wenn Anarchie schon nicht in der Gesellschaft möglich sein sollte, dann doch im Privatleben.

LIBERTÄRES DENKEN

Dieser Gedankenansatz begreift im weiteren Sinne Freiheit als eine gute Sache, im engeren Sinne Freiheit als das wichtigste politischen Ziel und als erste Station zum Anarchismus.

Individualisten sind immer auch Libertäre. Libertäre Kommunisten bzw. libertäre Sozialisten erkennen den Grundwert des Individuums an.

Mutualismus, Föderalismus:

Die Gesellschaft soll sich durch die Individuen aufgrund freiwilliger Abkommen selbst organisieren. Dies geschieht auf der Grundlage von Freiheit, Gleichheit und Gegenseitigkeit.

MUTUALISMUS

Es handelt sich um eine historisch wichtige Strömung. Einer der Hauptvertreter war Proudhon.

Seiner Auffassung nach muß die Gesellschaft auf der Grundlage genossenschaftlicher Gruppen freier Individuen organisiert werden. Grundgüter des Lebens sollen auf der Basis von Arbeitswerten getauscht werden, Freie Kredite mit Hilfe einer „Volksbank“ getauscht werden können.

Zielgruppe seiner Ideen waren Handwerker, Bauern, Freischaffende, Selbständige, Spezialisten, also Menschen, die beruflich auf eigenen Füßen stehen. Seine Ideen wirkten im 19. Jahrhundert in Frankreich, Großbritannien und den USA, sie waren jedoch nicht weitgehend genug. Sie ignorierten Faktoren wie die Industrie, das Kapital, das Klassensystem. Seine Ideen lieferten jedoch das Grundgerüst für die Genossenschaftsbewegung, obwohl diese demokratisch geführt werden und nicht anarchistisch.

In der Realisierung würde seine Lehre bedeuten, daß kommunale Aktivitäten in den Händen genossenschaftlicher Vereinigungen läge und weder Beamte noch Räte erlaubt sein würden. Ökonomischer Mutualismus bedeutet Genossenschaftswesen ohne Bürokratie, Kapitalismus und Profit.

FÖDERALISMUS

Die Gesellschaft sollte in einem größeren Rahmen als nur einer örtlichen Gemeinde mit einem Netzwerk von Räten verknüpft sein, die aus verschiedenen Gebieten stammen. Diese sollen ihrerseits selbst wieder Räte bilden, die größere Gebiete umfassen. Die Delegierten haben hierbei keinerlei Autoritätsbefugnisse, sie sind abhängig von den Weisungen des Auftraggebers (Gemeinde) bis zum Widerruf dieses Auftrages. Die Räte haben ein Sekretariat.

Dieses System soll innerhalb der Länder und zwischen den Ländern funktionieren. Es ist bereits bei freiwilligen Organisationen, die nicht gewinnorientiert, sondern gemeinwohlorientiert sind, realisiert.

Kollektivismus, Kommunismus, Syndikalismus:

Der Anarchismus muß die direkte Bedrohung des Staates zum Ziel haben, denn eine neue Gesellschaft kann nur verwirklicht werden, wenn mittels einer sozialen Revolution die Arbeiterklasse Kontrolle über die Wirtschaft erlangen kann und der Staatsapparat zerstört wird. Durch eine Neugestaltung der Produktion mittels Überführung in Gemeineigentum und dessen Kontrolle durch Vereinigungen der werktätigen Menschen kann eine wirklich freiheitliche Gesellschaft erreicht werden.

Die bei der Produktion hergestellten Arbeitsprodukte können von jedem gemäß seiner Fähigkeiten entsprechend seiner Arbeit erworben werden.

Bea: Bakunin.

Dies stellt ein Gegensatz zum Marxismus dar: In der einfachen Form des revolutionären Anarchismus wird nach einem Massenaufstand der Armen gegen die Reichen ein sofortiger Übergang zu einer klassenlosen und freien Gesellschaft ohne eine Übergangsphase der Diktatur verfolgt.

Zielgruppe dieser Strömung sind Arbeiter, Kleinbauern, die Arbeiterbewegung (Militante), Sozialisten (Freiheit/Gleichheit).

Diese Idee grenzt sich zum reformistischen Kollektivismus dahingehend ab, als daß dieser eine staatliche Produktionsüberwachung vorsieht.

KOMMUNISMUS

Die Unterschiede zum Kollektivismus sind deutlich. Nach dem Kommunismus sind nicht nur die Produktionsmittel in Gemeineigentum zu überführen, sondern auch die Arbeitsprodukte. Ihre Verteilung erfolgt nach dem Prinzip von jedem entsprechend seiner Fähigkeiten, für jeden entsprechend seiner Bedürfnisse.

Kommunistischer Ansatz: Wenn Menschen Anspruch auf den vollen Gegenwert ihrer Arbeit haben, ist es unmöglich, den Wert der Arbeit des Einzelnen zu berechnen.

Die Arbeit des Einzelnen ist nämlich in der Arbeit aller Menschen mit einbezogen, denn es gibt verschiedene Arten von Arbeit und somit verschiedene Bewertungsmöglichkeiten. Daher muß die gesamte Wirtschaft in den Besitz der Gesellschaft und das Lohn-/Preissystem ist abzuschaffen.

Berkman hat eine sorgfältige Kritik der Gesellschaft erarbeitet und gleichzeitig Vorschläge für die Zukunft gemacht. Er erkennt den Klassenkampf an und geht mit seiner Kritik über den Kollektivismus hinaus.

Im Kollektivismus wird das Problem der Arbeit behandelt und Kollektive von Arbeitern als Lösungsziel definiert. Im Kommunistischen A. sollen Kommunen die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft der Menschen werden. Am Beispiel der spanischen Revolution läßt sich nachvollziehen, daß in der CNT zwar nominell die kollektivistische Idee, in der Praxis aber der anarchistische Kommunismus realisiert wurde.

Als Unterschied sei nochmals erwähnt, daß der Kommunismus das Gemeineigentum an der Wirtschaft, aber auch staatliche Kontrolle über die Produktion und die Güterverteilung sowie die Parteienherrschaft vorsieht.

SYNDIKALISMUS

Gesellschaftliche Organisationsformen sollten im Interesse der Arbeiterklasse auf Gewerkschaften und Syndikate begründet sein. Unter syndikalistischen Gewerkschaften werden allerdings nicht reformistische Tarifpartner sondern unabhängige Institutionen verstanden.

Diese unabhängigen Institutionen erfassen die Struktur- und Beschäftigungsprobleme der Gewerkschaftsbasis, reformieren und lenken gleichzeitig die Wirtschaft nach dem Prinzip der Arbeiterselbstverwaltung. Die Arbeiter sind demnach militante und klassenbewußte Elemente einer starken Arbeiterbewegung.

Problematisch ist jedoch, daß die libertären Grundsätze den Sachzwängen des täglichen Arbeitskampfes gegenüberstehen. Manche halten auch die Bedeutung der Arbeit bzw. der Arbeiterklasse für überbewertet. Ihrer Meinung nach ist Klassenkampf zwar ein Problem der Politik, aber nicht das einzige Betätigungsfeld der Arbeiter.

Der Syndikalismus war jedoch die erfolgreiche Basis für die anarchistische Revolution im Spanien des Bürgerkrieges.

SCHLUSSFOLGERUNG

Die alten ideologischen Einteilungen sind überholt und beinhalten lediglich verbale Unterschiede. Sie zeigen einfach nur die unterschiedlichen Aspekte der Anarchie auf.

Quelle: http://www.blueglobe.de/edition/anarchie/leitfaden.htm

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