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Frauenbild und Medien

Im vorhergehenden Teil ging es um Stereotype und Vorurteile, die klischeehafte Gesellschaftsrollen bedienen, oder die ein Geschlecht als minderwertig darstellen. Auf die besondere Bedeutung von Medien in diesem Zusammenhang wird seit der 5. Weltfrauenkonferenz in Peking (1995) verstärkt hingewiesen (eine dort entschiedene Aktionsplattform setzt Medien unter einen der 12 zentralen Problemkreise).

Nun sind Medien ein weites Feld und es ist kaum möglich, sich hier auf alle Bereiche gleichermaßen zu beziehen. Fest steht, dass Medien Informationen, Meinungen und auch Rollenvorstellungen transportieren.

Eine Studie , die sich mir der Darstellung von Frauen in Zeitschriften (unter alleiniger Berücksichtigung der abgebildeten Photos) befasst, stellt vier mögliche Frauentypen heraus. Sie seien hier schnell genannt:

  1. Hausfrau/Mutter/Ehefrau: Emotionalität, Zärtlichkeit (gegenüber Familie), Unterordnung, Naivität, Häuslichkeit, Putzsucht und Passivität
  2. Karrierefrau: Kompetenz, Intelligenz, Aggression, Dynamik, Macht, Erfolg, Unabhängigkeit, kühl, distanziert, aktiv, agil
  3. Emanzipierte: vereint die Attribute von der Karrierefrau und der Hausfrau/Mutter/Ehefrau, Tendenz zur Familie
  4. Schöne/Pin up: erotische Ausstrahlung, Jugend, Schönheit, Weiblichkeit, Ästhetik

Immerhin lässt sich hier schon die Emanzipierte finden. Doch ganz deutlich gezeichnet ist wohl immer noch das Bild der Hausfrau und Mutter. Als Bilanz dieser Studie wird dargelegt, dass Schönheit oft der Ausweis ist, der Frauen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Auch das Fernsehen prägt gesellschaftliche Leitbilder. Frauen werden hier meist als attraktiv und jung dargestellt, Männer hingegen als dominant, aggressiv und eher reiferen Alters. Eine Analyse aus dem Jahr 1995 bestätigt diese Aussage. Demnach sind 71% der Darstellerinnen zwischen 19 und 35 Jahren und überdurchschnittlich gut aussehend. Männer sind überwiegend zwischen 36 und 60 Jahre alt und dürfen durchaus auch schon mal Falten haben. Frauen im TV sind oft hilflos, emotional und unselbständig. Männer agieren eher rational, ruhig und selbst bestimmt. Was auch auffällt ist, dass doppelt so viele Männer zu sehen sind wie Frauen. An dieser Stelle kann nun wirklich von Realitätsferne gesprochen werden, da in Deutschland immerhin 51,5% der Bevölkerung Frauen sind.

Und nun betrachten wir den Bereich der Werbung. Ich muss da nur einen kurzen Blick in meine Sammlung von Gratispostkarten werfen. Eine CD in einem nackten Frauenhintern soll für einen Radiosender werben (‚Voll fürn Arsch’!). „Mit der Vermarktung des weiblichen Körpers lässt sich fast alles an den Mann bringen. Frauen an sich sind reduzierbar auf Sexualität. Was an ihnen interessiert und wesentlich ist, ist ihre Verwendbarkeit als sexueller Gebrauchsgegenstand. Für den Mann.“

Selbst dem Studentenwerk Magdeburg fällt bei dem Anpreisen ihrer ‚extra großen Portionen’ nichts Besseres als ein üppiges Dekollete ein. Das Frauen auch gern einmal mit Produkten und Konsumartikeln gleich gesetzt werden, ist auch nichts Neues. Da kommt selbst ein Knäckebrot im Korsett daher. Die Überschrift lautet: ‚Manche mögens knackig’ (wo ich doch eigentlich dachte, dass die Zielgruppe für Knäcke eher Frauen sind…). Und da lässt sich wieder eine Textzeile aus dem (veralteten?) Buch aus dem Jahr 1983 anführen: „Die Gleichung Produkt=Frau heißt außerdem: Frauen haben wie andere Konsumartikel auch stets taufrisch und unverbraucht zu sein. Aufreißen, reinbeißen, wegwerfen – eine neue Packung bitte! Frauenfeindlich? Menschenverachtend!“

Auch „kosmetische Zwangsjacken“ lassen sich noch zu Genüge finden. (zu Zeiten von ‚The Swan’, einer Serie, die Frauen durch Schönheitsoperationen zu ihrem Traumkörper verhilft, wird das wohl kein Mensch bestreiten wollen!). Von der Anti-Falten-Creme-Werbung (die ich im Übrigen noch nicht für Männer gesehen habe), über Enthaarungscreme-Spots (auch nur für Frauen), hin zu, ich will mal sagen ‚Fett-weg-Werbung’ jeglicher Art. Da lässt sich wieder problemlos zitieren: „Da Frauen auch heute noch (Anm.: hier gemeint 1983 – und ja, auch 2005 immer noch!) das ‚schöne’ Geschlecht sind und sein müssen (während ‚Mann’ älter, dicker, schlaffer werden darf und dabei an Interessantheit gewinnt), geht es hier in erster Linie nicht um das ‚nomale’ tägliche Trommelfeuer von Schönheitswerbung für Frauen. Deren Ideologie ist zwar fatal, aber ungebrochen.“ Kurz auf den Punkt gebracht soll uns signalisiert werden:

  • „ein Mann darf Haare haben, eine Frau nicht.
  • ein Mann darf dick sein, eine Frau nicht.
  • ein Mann darf ungepflegt sein (Naturbursche), eine Frau nicht (Schlampe).“

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass wohl über keine Frisur so viel gesprochen wird, wie über die von der guten Frau Merkel – eine Frau in der Öffentlichkeit hat’s eben auch nicht leicht…

So, jetzt ist aber Schluss mit der Beschreibung des Ist-Zustandes! Zeit für ein paar Forderungen und einen Aufruf!

Wir fordern die Erarbeitung einer Definition von sexistischer Werbung, in der auch subtile Formen von Sexismus und Rassismus aufgenommen sind!

Wir fordern die Aufnahme eines Passus gegen frauenfeindliche Werbung in allen Verträgen mit WerberInnen!

Wir fordern flächendeckende Sensibilisierungsmaßnahmen zu dieser Problematik!

Wir rufen dazu auf, bei Kenntnis von sexistischer/ frauenfeindlicher oder allgemein diskriminierender Werbung Beschwerden an den ‚Deutschen Werberat’ zu richten und am besten auch an den werbenden Konzern selbst!

Quelle: frauengruppe md

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