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Sprache – herrlich dämlich

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“

L. Wittgenstein

Wer gestaltet Gesellschaft? Sicherlich Männer wie Frauen gleichermaßen. Doch wer bestimmt, was in unserer Gesellschaft „angesagt“ ist? Sicherlich diejenigen, die sich in Positionen befinden, welche mit Macht und Einfluss gesegnet sind. Diejenigen, die auf Jahrhunderte lang gewachsene Strukturen zurückgreifen können. Diejenigen, die Geld und Lobby besitzen – Männer also.

Ich denke, dass niemannd und auch keine Frau bestreiten wird dass sich Männer schon lange und meist immer noch in eben jenen machtvollen Positionen befinden, sei es in Politik, Wirtschaft oder anderen Bereichen. Wer die Macht hat, hat das Wort. Wer das Wort hat, hat die Macht. Ein ewiger Kreislauf?

Auf jeden Fall ist Sprache nichts Neutrales, sondern beschreibt ganz im Gegenteil gesellschaftliche Tatbestände. „In der patriarchalen Sprachgestaltung ist eine Frau weniger bedeutsam als ein Mann.“ Wird ein Mann demnach mit einem Begriff, der eigentlich Frauen zugedacht wird, bezeichnet, so erfährt er eine Abwertung. Umgekehrt ist dieser Mechanismus genauso wirksam. Steht eine Frau „ihren Mann“, dann hat sie tatsächlich etwas geleistet. Ihre ‚Frau zu stehen‘ reicht da nicht.

Das lässt sich im Übrigen auch auf Berufsbezeichnungen anwenden. Dringen Männer in einst von Frauen dominierte Berufsfelder vor, so kommt es zu einer wundersamen Aufwertung (die Putzfrau wird zum Gebäudereiniger). Es ist da auch kein Problem neue Begriffe zu finden, wie am Beispiel des Geburtshelfers zu sehen ist (weiblich: Hebamme). Geht es allerdings darum, Wortneuschöpfungen für Frauen in einst männerdominierten Bereichen zu finden, stellt sich das anscheinend etwas schwieriger dar (kuriose Begriffe wie Amtsmännin werden da gefunden).

Senta Trömmel-Plötz (eine der führenden feministischen SprachforscherInnen) untersuchte in einer Studie zu Status und Geschlecht den Gesprächsstatus von Frauen und Männern mit quasi gleichem Status. Das Ergebnis war, dass sich trotz gleicher Voraussetzungen ein unterschiedlicher Gesprächsstatus zugunsten des Mannes entwickelte. Kurz gesagt wirkt das Geschlecht männlich als statusbereichernder Faktor, wohingegen das Geschlecht weiblich als statusbeschneidender Faktor wirkt. „Wenn eine Frau und ein Mann den gleichen Status haben, dann hat die Frau einen niedrigeren, d.h. sie haben ungleichen Status, wenn sie aber ungleichen Status haben, genauer: wenn die Frau einen höheren hat, dann haben sie vielleicht den gleichen.“

HERRschaft hinterlässt ihre Spuren, die auch erst einmal entdeckt werden müssen. Bei verstärkter Auseinandersetzung mit dem Thema muss jedoch der sexistische Charakter unserer Muttersprache, die eigentlich eine Vatersprache ist, auffallen.

Frauen sind im Deutschen unsichtbar und finden häufig keine Erwähnung, so eine These der feministischen Sprachkritik, deren Anfänge in den 70ger Jahren in den USA liegen. Die häufig gebrauchte Antithese, Frauen seien doch immer mitgemeint, wenn die Rede von Studenten, Beifahrern oder Lehrern ist, ist wahrlich nett gemeint. Kein Mann würde sich aber freiwillig als Studentin bezeichnen lassen. Leider sieht auch die Mehrheit der Frauen keine Notwendigkeit in der Entwicklung einer frauengerechten Sprache.

Nun, es gibt immerhin schon gewisse Trends, die zumindest einen sprachlichen Wandel und eine teilweise Sensibilisierung erkennen lassen. Ich möchte nur an das schon fast vergessene ‚Fräulein‘ erinnern (fast vergessen – so hoffe ich doch – obwohl ich erst vor kurzem wieder eine solche Anrede in einem, an mich gerichteten Schreiben, entdecken musste). Für einen Mann existiert keine gleichbedeutende Bezeichnung, die anzeigen würde, dass er noch nicht verheiratet ist. Der Junge wird zum Mann. Das Mädchen wird, nachdem es ein Fräulein war endlich zur Frau. Eine Frau ist anscheinend erst dann ein vollwertiges weibliches Wesen, wenn sie einen Mann geheiratet hat – oder wie ist es zu erklären, dass das Mädchen und das Fräulein sächlich sind? Ein Beispiel unter vielen, für die es lohnt, die Lauscher aufzusperren und den Blick einmal zu schärfen und die eigene Sprache ein wenig genauer zu hinterfragen – vielleicht auch zwei- oder dreimal…

Quelle: Woman Voice Magdeburg

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