Das Konzept des libertären Kommunismus (1936) Teil2
Die Kommune wird sich mit all dem zu befassen haben, was das Individuum betrifft. Sie wird sich um alle Angelegenheiten kümmern müssen, die in Zusammenhang mit der Verwaltung und Verschönerung der Ortschaft stehen. Sie wird für die Unterbringung ihrer Bewohner sorgen müssen. Sie wird sich um die Artikel und Produkte kümmern müssen, die ihr von den Gewerkschaften und Produzentenvereinigungen geliefert worden sind.
Das Konzept des libertären Kommunismus (1936) Teil1
In einer geschichtlich reifen Situation schien es möglich, das Versprechen einer herrschaftsfreien Gesellschaft unmittelbar einzulösen. Ist die Niederlage des antifaschistischen Lagers im spanischen Bürgerkrieg nur militärisch als Folge der schlechteren Ausrüstung und der mangelnden Ausbildung zu erklären? Oder waren theoretische Konzepte und/oder politische Umsetzung verantwortlich für das Scheitern der Utopie? Um zur Klärung beizutragen veröffentlichen wir das „Revolutionsprogramm des Gewerkschaftskongresses von 1936“.
In Spanien stand’s um unsre Sache schlecht…(Teil 2)
Mit seiner Unterdrückung von Demokratie, tatsächlicher Mitbestimmung und Mitentscheidung der werktätigen Klassen hat Stalinismus stets dem großen Kapital die Arbeit erleichtert.
In Spanien stand’s um unsre Sache schlecht…(Teil 1)
60 Jahre post factum sind Vorgänge des Spanischen Bürgerkrieges, besonders die Kämpfe zwischen Faschismusgegnern unterschiedlicher Richtungen Anfang Mai 1937 in Barcelona, auf der Linken hart umstritten. Bei Vorgeplänkeln seit 1992 im ‘Neuen Deutschland’ und während gesellschaftswissenschaftlicher Tagungen standen einander einerseits Kurt Hager und der ehemalige Offizier der spanischen Republikanischen Volksarmee Fritz Teppich, andererseits unter anderen der Anarchist Arthur Lehning, der sozialdemokratisch orientierte Historiker Wolfgang Wippermann, der Geschichtswissenschaftler und Mitherausgeber von Trotzki-Schriften Reiner Tosstorff und ich gegenüber.
Gaston Leval – Die Syndikalisierungen in Alcoy
Was die Syndikalisierungen betrifft, scheint uns Alcoy der überzeugendste und lehrreichste Fall zu sein. Als zweitgrößte Stadt in der Provinz von Alicante hatte Alcoy 1936 45.000 Einwohner und war ein wichtigeres Handels- und Industriezentrum. Insgesamt 20.000 Personen waren in der Industrie als Lohnempfänger tätig, was einen sehr hohen Prozentsatz in einem Land darstellt, in dem die erwerbstätige Bevölkerung 33 bis 35% auf nationaler Ebene erreichte.
Achim von Borries – Die unbekannte Revolution
Die Unbekanntheit der Spanischen Revolution außerhalb von Spanien kommt nicht von ungefähr. Denn die spanische Sozialrevolution von 1936 war alles andere als eine kommunistische Revolution; und sie wird daher gerade von den Kommunisten bis heute entweder totgeschwiegen oder als »Verirrung«, ja als Verrat an der gemeinsamen Sache des Antifaschismus denunziert.
Eine Antwort auf die häufigsten marxistischen Lügen über die spanische Revolution
Es ist wohl fair zu sagen, dass die meisten MarxistInnen in England ihre Kritik der profunden Rolle der AnarchistInnen in der spanischen Revolution den Büchern des Trotzkisten Felix Morrow entnehmen. Morrows Buch “Revolution and Counterrevolution in Spain” (Revolution und Konterrevolution in Spanien – d.Ue.) ist aus einer orthodox trotzkistischen Perspektive verfasst und mitunter werden die Ereignisse dieser Perspektive angeglichen anstatt sie zu untersuchen.
Gaston Leval – Die schwarz-roten Straßenbahnen von Barcelona
Die Straßenkämpfe hatten den ganzen Verkehr lahmgelegt, die Straßen waren durch die Barrikaden versperrt, deren Hauptmaterial eben oft aus Straßenbahnen und Bussen bestand. Man mußte also alles ausräumen und den Weg freimachen, um die in der Großstadt unerläßlichen Transportmittel wieder ingangzusetzen.
„Mujeres Libres“
Wie überall in Europa, so auch in Spanien, untermauerten scheinwissenschaftliche Argumentationen die angebliche Minderwertigkeit der Frauen gegenüber dem Mann. Einziger Unterschied zu den säkularisierten Staaten war die Tatsache, dass in Spanien die Doktrin des Katholizismus vorherrschte. Dort war die Minderwertigkeit vom göttlichen Willen abgeleitet. In den patriarchal strukturierten Gesellschaften dominierte die Geschlechterdifferenz, was bedeutete, dem Mann wurde rationale Sachlichkeit zugeordnet, während der Frau unterstellt wurde rein emotional gesteuert zu sein.
Geschichte der Freien Arbeiter-Union Deutschlands – FAUD
Es war in den Nachwehen der Revolution von 1918, als sich eine heute weitgehend unbekannte Massenbewegung in Deutschland entwickelte. Eine Bewegung, die sich aus einfachen Arbeitern rekrutierte, die ihre Hoffnungen auf Freiheit und Emanzipation, mit denen sie in diese Revolution zogen, an deren Ende vor den Gewehrläufen der Freikorps wiederfanden.
CNT (Confederación National del Trabajo)
Die erste und wichtigste Strömung der spanischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung war der Anarchismus. Dessen organisatorische Anfänge reichen in das Jahr 1868 zurück
Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft
Wer zu den Begüterten und Besitzenden gehört, kann nun also aufhören weiterzulesen, da dieser Text sich gegen dieses System – das ihn oder sie von der Armut profitieren läßt – richtet.
Anarchie
Auf wenigen Seiten einen auch nur summarischen Abriss des anarchistischen Denkens und der Formen libertärer Praxis zu geben, ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Das rührt einerseits daher, dass man im Fall des Anarchismus nicht alle seine Äußerungen auf das Wirken eines einzigen Theoretikers zurückführen kann, und dass jene andererseits weit davon entfernt sind, Ausdruck einer erstarrten Ideologie zu sein. Im übrigen sind diese Äußerungen immer recht verschiedenartig gewesen und überschneiden sich nicht unbedingt.
