Gemetzel im Wohnzimmer
Diese Militainmentproduktionen erfinden nicht vorhandene oder dramatisieren vorhandene Bedrohungen, appellieren an die nationale Geschlossenheit, die »Gemeinsamkeit der Demokraten« oder das Gewissen der »zivilisierten Nationen« gegenüber einem als »barbarisch« dargestellten »Feind« und verharmlosen andererseits die Risiken und Folgen von Militäreinsätzen und der dabei eingesetzten Waffen.
Moderner Militarismus: Big-Band-Sound statt Heldentum
Der Militarismus ist auch nicht mehr das, was er mal war. Die “Zivilgesellschaft” gegen das Militärsystem: das war einmal eine klare Frontstellung, etwa im Königreich Preußen, als die Werber der Armee oftmals auf handgreiflichen Widerstand beim Einfangen der Rekruten stießen.
Der Afghanistan-Krieg, die Taleban und das Öl
Der Begriff “Great Game” stammt wohl von Rudyard Kipling. In seinem spannenden Roman “Kim” schildert der Verfasser des berühmten “Dschungelbuchs” das Vordringen britischer und russischer Agenten nach Afghanistan – den Auftakt der versuchten Kolonisierung Afghanistans einerseits von Britisch-Indien aus und von Russisch-Mittelasien andererseits im 19. Jahrhundert. Dieser Wettlauf zweier Kolonialmächte war das “Great Game”.
Kämpfer für den Frieden
Eine neue israelisch-palästinensische Friedensorganisation kämpft mit gewaltfreien Mitteln gegen die Besatzung
Ein 80jähriger US-Friedensaktivist erzählt
Jeden Freitag stehe ich zusammen mit 20 bis 30 älteren und jüngeren Freunden an einer geschäftigen Ecke der Stadt Claremont in Kalifornien. Wir halten Schilder hoch mit der Aufschrift ‘Bringt unsere Soldaten heim’, ‘die Regierung ist unfair zu den Veteranen’ oder ‘Ain’t Gonna Study War No More’. Wir stehen hier seit fünf Jahren – wie amerikanische Bürger im ganzen Land.
Verbrechen israelischer Soldaten
In den Interviews sprechen die Soldaten über ihre innersten Gefühle und über schreckliche Verbrechen, an denen sie beteiligt waren: palästinensischen Kindern die Knochen brechen, Morde, Entwürdigungen, Zerstörung fremden Eigentums, Raub und Diebstahl.
Afghanistan – der andere Krieg
Ich weiß nicht, was mich auf die Idee brachte, diese Soldatin sei nicht “für den Krieg”. Sie trug Jeans und ein unbeschriftetes, gestreiftes Kragen-Shirt. Weder sie noch ihr Kameramann trugen irgendwelche Antikriegs-Symbole. Ich denke, es waren ihre Tränen, die ihre Antikriegshaltung verrieten.
Die USA haben den Fundamentalismus nach Afghanistan zurückgebracht
Der folgende Text ist eine Aufzeichnung der Rede von Malalai Dschoja, Mitglied des afghanischen Parlaments, gehalten an der Universität Los Angeles am 10. April 2007
Handys für den Völkermord
Der Boom in der High-Tech-Industrie, namentlich die Flut immer neuer und immer komplexerer Mobilfunkgeräte hat bedenkliche Folgen – nicht nur gesundheitliche für sogenannte “Dauertelefonierer”, die sich einem erhöhten Krebsrisiko aussetzen, oder mit Blick auf den stetig zunehmenden Elektro-Smog. Im Kongo heizt die Nachfrage nach Rohstoffen für die Herstellung von Handys einen blutigen Bürgerkrieg an und bedroht außerdem die Existenz eines Naturschutzgebietes, in dem eine ohnehin gefährdete Tiergattung vor der völligen Ausrottung steht.
Kurden flüchten oder wie man Opfer zu Kriminellen macht
Die Massaker in Algerien, von der islamistischen GIA oder von Regierungskräften betrieben, werden zu Recht von Europa mit Entsetzen verfolgt. Die Menschen fliehen, weil sie ihres Lebens nicht mehr sicher sind. In Ruanda beginnt erneut dasGemetzel zwischen Tutsi und Hutu. Wer sich durch Flucht in Sicherheit bringen kann, wird dies versuchen, auch wenn dabei Landesgrenzen überschritten werden müssen. In der Türkei hat das Militär über 3.000 kurdische Dörfer und Weiler zerstört, über 3 Millionen KurdInnen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, suchten zum Teil Schutz im Nord-Irak, wo sie erneut in das Feuer der türkischen Invasionskräfte gerieten.
Die Kronstadt-Rebellion
In Rußland hatte die bolschewistische Partei nach dem Sturz der Kerenski-Regierung im November 1917 die Macht ergriffen und übte diese im Namen der Arbeiterklasse aus. Die Partei schaltete selbstherrlich ehemalige Weggefährten wie die Anarchisten und linke Kommunisten aus, die Gewerkschaften wurden verstaatlicht und die Initiative aus den Betrieben wurde ausgeschaltet.
Welche Alternative gibt es zum Militär?
Die sich verteidigende Gesellschaft kann zum Vorbild meuternder Soldaten werden, und so zur Verbreitung der Revolution beitragen.
